Faust (Johann Wolfgang Goethe)

Heinrich Faust zieht die Bilanz seines Lebens und kommt zu einem doppelt niederschmetternden Fazit: Als Wissenschaftler fehle es ihm an tiefer Einsicht und brauchbaren Ergebnissen, und als Mensch sei er unfähig, das Leben in seiner Fülle zu genießen. In dieser verzweifelten Lage verspricht er dem Teufel seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, Faust aus seiner Unzufriedenheit zu befreien …

Regie: Jürgen Overhoff
Dramaturgie: Nina Mähliß

Judith Beier spielt Frau Marthe (Schwerdtlein).
Sie ist die Nachbarin und Freundin von Gretchen und gehört damit zu deren Welt. Frau Marthe ist wesentlich älter als Gretchen und ist verheiratet. Doch ihr Mann ist bereits vor längerem weggelaufen. Als sie erfährt, dass ihr Mann tot ist, mimt sie die trauernde Witwe. Doch in Wirklichkeit ist Frau Marthe nur auf den Totenschein aus, dass sie eine neue Beziehung eingehen kann.

Ab 23.10.2011 ist “Faust” im Erthal-Theater Aschaffenburg zu sehen.
Wegen großer Nachfrage Spielzeitverlängerung bis Mai 2013 !!

Pressestimmen
Mitten aus dem Leben gegriffen
Goethes “Faust” überzeugt in einer Inszenierung von Jürgen Overhoff im Erthal-Theater Aschaffenburg

Mephisto ist ein richtiger Drecksack. Einer, der mit allen Wassern gewaschen ist. Es ist ein bisschen unter seiner Würde, dass er nur per Mofa in den Theatersaal getuckert kommt – und nicht mit einer standesgemäßen Harley. Aber auch ohne die ist er der “Master of Desaster”, der mieseste und hintertriebenste Fiesling, der einem seit langem untergekommen ist.
Nein, mit Gustav Gründgens messerscharf-bösartiger Schilderung hat Günter Geislers Mephisto nichts zu tun. Eher gestaltet er ihn als bitterbösen Buben mit losem Mundwerk. Und passt damit fabelhaft in diese launige, überaus kurzweilige Inszenierung. Denn wie so oft verwandelt Regisseur Jürgen Overhoff einen Klassiker – in diesem Fall “Faust” – in ein mitreißendes Drama im zeitgenössischen Gewand. Das einen solchen Sog zu entfalten vermag, dass es einen von der ersten Minute an tief in den roten Samtsessel im Aschaffenburger Erthal-Theater drückt. (…) Das alles wird eindringlich, deutlich und unter die Haut gehend geschildert. Und ist dennoch mit leichter Hand auf die Bühne gebracht. “Faust” im Erthal-Theater ist kein staubtrockener, abgehobener Klassiker, sondern mitten aus dem heutigen Leben gegriffen. Das ist die Faszination, die von dieser Inszenierung ausgeht, und die ohne dieses griffige Konzept und ohne diese engagierten Schauspieler nie möglich wäre. Bettina Kneller – Main Echo vom 25.10.2011

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